Die Bremer Stadtmusikanten
10 Seiten · 3 Min. · ab 5 Jahren
Nach: German (Brothers Grimm)


Der Esel war nun sehr alt. Er konnte keine schweren Säcke tragen. Sein Herr war nicht sehr nett. Der Esel war ein bisschen traurig. Er hatte aber ein mutiges Herz. Er wollte einfach von dort fortgehen. Er wollte nun schöne Musik machen. Bremen ist eine sehr große Stadt.

Der Esel lief die Straße entlang. Er sah einen alten Hund stehen. Der Hund sah sehr müde aus. Der Esel lächelte seinen Freund an. „Komm doch mit mir“, sagte er. „Wir werden bald berühmte Musiker sein.“ Der Hund wedelte wild mit seinem Schwanz. Zusammen liefen sie nun den Weg.

Bald trafen sie eine weiche Katze. Sie war zu langsam für Mäuse. Die Katze fühlte sich sehr einsam. „Komm in unsere fröhliche Band!“ Ihre grünen Augen leuchteten nun hell. Sie hatte eine sehr süße Stimme. Die drei Freunde gingen nun zusammen. Sie waren ein sehr glückliches Team.

Dann sahen sie einen bunten Hahn. Er saß auf einem hohen Zaun. Der Hahn sang ein lautes Lied. „Deine Stimme ist herrlich“, sagte Esel. „Begleite uns auf unserer großen Reise!“ Der Hahn schlug mit bunten Flügeln. Nun waren sie schon vier Musiker. Sie wanderten direkt zur großen Stadt.

Die Sonne ging nun langsam unter. Im dunklen Wald war es still. Die vier Freunde waren sehr müde. Sie suchten einen ganz sicheren Ort. Sie schauten durch die hohen Bäume. Der Wald war hier sehr dicht. Alles fühlte sich ein wenig gruselig an. Sie blieben ganz dicht beieinander stehen.

Sie sahen ein kleines, gemütliches Häuschen. Ein goldenes Licht schien hell darin. Der Esel schaute durch das Fenster. Er sah einen Tisch voller Essen. Dort saßen ein paar grimmige Fremde. Sie aßen gerade ein großes Festmahl. Die Musiker waren nun sehr hungrig. Sie wollten so gerne hinein gehen.

Der Esel hatte einen klugen Plan. Er stellte sich vor das Fenster. Der Hund sprang auf seinen Rücken. Die Katze kletterte auf den Hund. Der Hahn flog ganz nach oben. Sie bildeten einen sehr hohen Turm. Es war ein wirklich hoher Turm. Nun waren sie bereit zum Singen.

Sie machten ein sehr lautes Geräusch. Der Esel machte laut „I-Ah“. Der Hund bellte sehr, sehr laut. Die Katze machte ein langes „Miau“. Der Hahn krähte ganz laut „Kikeriki“. Die grimmigen Fremden hatten große Angst. Sie rannten schnell in den Wald. Die vier Freunde lachten sehr laut.

Das kleine Haus war nun still. Sie saßen alle um den Tisch. Sie aßen das leckere, gute Essen. Es war ein wirklich köstliches Festmahl. Sie waren nun satt und glücklich. Das war ihr erstes gemeinsames Abendessen. Sie fühlten sich gar nicht einsam. Das kleine Häuschen war ihr Zuhause.

Sie gingen niemals mehr nach Bremen. Sie blieben in dem kleinen Haus. Sie hatten alles, was sie brauchten. Sie hatten ein Zuhause und Freunde. Jede Nacht machten sie tolle Musik. Die Tiere im Wald liebten sie. Zusammen zu sein war am besten. Freundschaft war das allergrößte Geschenk.