Der kleine Elefant und sein Rüssel
10 Seiten · 3 Min. · ab 5 Jahren
Nach: East African Folk Tale


Der kleine Elefant war sehr klein. Er hatte eine kurze, dicke Nase. Sie sah wie ein kleiner Knubbel aus. Er war ein sehr neugieriger Junge. Er stellte gerne viele Fragen. Er fragte die große Giraffe. Er fragte den struppigen Pavian. Alle mochten seine fröhliche Art.

Eines Tages hatte er eine Frage. „Was frisst das Krokodil zum Abendessen?“ Das Zebra schaute schnell weg. Das Nilpferd blieb unter dem Wasser. Niemand verriet ihm die Antwort. Der kleine Elefant wartete geduldig. Er saß unter einem großen Baum. Er war ganz ruhig und entspannt.

Die Sonne war heute sehr heiß. Der kleine Elefant ging zum Fluss. Er wollte das Krokodil selbst finden. Er lief durch das gelbe Gras. Er lief an hohen Bäumen vorbei. Seine kurze Nase schnupperte überall. Er fand einen großen, grünen Fluss. Das Wasser sah kühl und blau aus.

Zwei Augen tauchten plötzlich auf. Das war das Krokodil im Matsch. Es lächelte den kleinen Elefanten an. Der Elefant war ein wenig nervös. „Hallo, Herr Krokodil“, sagte er leise. „Was fressen Sie zum Abendessen?“ Das Krokodil zwinkerte mit dem Auge. Es sah verschmitzt und lustig aus.

„Komm näher“, flüsterte das Krokodil spielerisch. Der kleine Elefant beugte sich vor. Das Krokodil schnappte die kleine Nase. Es zog ganz fest daran. „Ich fresse Nasen!“, scherzte es. Es war nur ein Spiel. Die Nase fing an zu wachsen. Sie fühlte sich wie eine Nudel an.

Die Schlange Python war in der Nähe. Sie sah ihren Freund in Not. Python wickelte sich um einen Baum. Sie hielt den Schwanz des Elefanten. „Ich helfe dir!“, rief Python. Beide zogen mit aller Kraft. Das war ein lustiges Seilziehen. Die Nase wurde länger und länger.

Plötzlich ließ das Krokodil einfach los. Der kleine Elefant fiel ins Gras. Seine Nase war nun sehr lang. Sie reichte bis zum Boden. Er wollte sie wieder kurz machen. Aber sie blieb lang und wackelig. Der kleine Elefant war etwas traurig. Er wartete, bis die Nase schrumpfte.

Eine Fliege landete auf seinem Ohr. Sein neuer Rüssel verscheuchte sie sofort. Er schaute hoch in den Baum. Dort hingen oben süße Blätter. Er hob seinen langen Rüssel hoch. Er pflückte ganz einfach ein Blatt. Das war ein leckerer Imbiss. Er war sehr aufgeregt und glücklich.

Der kleine Elefant ging zum Wasser. Er saugte kühles Wasser auf. Dann spritzte er es auf sich. Das war eine herrliche kalte Dusche. Er sah seine Mama in der Nähe. Er schlang seinen Rüssel um sie. Er gab ihr eine feste Umarmung. Sein langer Rüssel war ein Geschenk.

Alle Tiere kamen schnell herbei. Sie sahen den tollen neuen Rüssel. „Wir wollen auch einen!“, riefen sie. Der kleine Elefant zeigte seine Kunststücke. Er war froh, gewartet zu haben. Er war glücklich mit seiner Nase. Heute hat jeder Elefant einen Rüssel. Es war ein ganz besonderer Tag.